• Konzentrische Sanierung

    Konzentrischer LAS-Bausatz zur Schachtkamin-Sanierung. Mit Abgas und Zulufteinrichtung. Für die Nutzung von flüssigen Brennstoffen und einer maximalen Betriebstemperatur von 200C°.

Konzentrische Sanierung

Konzentrische Sanierungsbauätze sind zur Montage und Sanierung innerhalb eines Schachtes gedacht und führen das Luft-Abgas-System durch diesen. Alle Einzelteile zum optialen Anschluss an den Schacht sind in diesen Bäusätzen enthalten. Diese können einerseits (Altbau, Modernisierung) innerhalb eines Schachtes, Kamins oder alten Schornsteines liegen, andererseits aber als Systemschornstein komplett neu erstellt werden (Neubau). Technisch sind drei Varianten möglich: Die Abgasleitung wird als konzentrisches Ein-Rohr-System in einem Kamin geführt, wobei die für die Verbrennung benötigte Zuluft durch den verbleibenden Querschnitt des Schachtes entgegen der Strömung des Abgases angesaugt wird. Die Abgasleitung wird als konzentrisches Rohr-in-Rohr-System abgeführt, wobei die Abgase im inneren Rohr und die Zuluft im äußeren Rohr geleitet werden. Die Abgasleitung wird als normaler dreischaliger Schornstein ausgeführt und die Verbrennungsluft wird durch einen nebenliegenden Luftschacht zugeführt. In den ersten beiden Fällen wird ein Teil der Wärme der durch das Abgasrohr abgeführten Abgase an die kältere, durch die äußere Umströmung oder das äußere Rohr des LAS-Systems zum Brenner geführte Zuluft abgegeben. Je nach Leitungslänge und Temperaturunterschied wird Wärme nicht nur durch direkte Wärmeabgabe der warmen Abgase an die kalte Zuluft erreicht, sondern auch die freiwerdende latente Wärme durch Kondensation der Abgase erhöht den Wirkungsgrad des Systems (siehe Brennwerttechnik). Bei nebenliegendem Luftschacht ist die Vorwärmung geringer, die Zuluft dadurch kälter. Die Ansaugluft der Heizung wird durch ein LAS von z. B. -10 °C Außenlufttemperatur auf etwa 20 bis 40 °C angewärmt (je nach Rohrlänge und Abgastemperatur). Durch diese Vorwärmung der Ansaugluft ergibt sich eine Energieeinsparung. Bei sinkender Außentemperatur steigt die Effizienz des Systems, da durch ein größeres Temperaturgefälle (zwischen angesaugter Verbrennungsluft und abgeführtem Abgas) eine größere Wärmeübertragung erfolgt. Nachteilig bei einer Frischluftzuführung im Schornstein ist, dass damit der Kamin abkühlt. Dann steht er nicht mehr als wärmendes Bauteil im Gebäude (mit fühlbarer fehlender Wärmeabstrahlung) und der Kamin fungiert als Kältebrücke. An der Stelle, wo der konzentrische LAS-Schornstein in den Warmbereich des Gebäudes eintritt, kann dann bei hoher Luftfeuchte Schimmel­bildung auftreten. Diese Problematik ist bei nebenliegendem Luftschacht wesentlich größer, hier wird die Kältebrücke durch die geringere Wärmetauscherfunktion durch das gesamte Gebäude geführt, die Gefahr der Schimmelbildung besteht auf ganzer Länge. Die Schimmelbildung tritt aber nur sehr selten auf, da die zur Schimmelbildung notwendige hohe Luftfeuchtigkeit meist nur in der Anfangszeit besteht, bedingt durch Baufeuchte in Putz und Beton des Neubaus.