Die Brennmaterialkosten

19.05.2017 10:44 | Schornstein-News

Außerdem sind schon heute fossile Brennstoffe bereits teurer als nachwachsende, regenerative Energiequellen. Allerdings sorgt die steigende Nachfrage nach Holz hier auch für durchaus steigende Preise. Die Entwicklungen auf dem Energiesektor können daher natürlich nie gänzlich abgesehen werden. Sicherlich kann es aber sinnvoll sein, sich für Brennstoffe zu entscheiden, deren Preise unabhängig von den Ölpreisen festgelegt werden – allein der Umwelt zuliebe.

Man muss bei der Überlegung, welches Brennmaterial am Günstigsten ist, aber auch wissen, was man eigentlich vergleichen muss. So wird beispielsweise der Gaspreis in Kilowattstunden angegeben, während bei Brennholz ein Raummeter eine übliche Messgröße ist. Öl wird dagegen wiederum nach Litern abgerechnet und Pellets oftmals nach Kilogramm.

Nun benötigt man aber auch noch einen Umrechnungsfaktor, mit dem man die einzelnen Werte miteinander vergleichen kann. Dies ist der Brennwert, gemessen in Kilowatt (kW). Als Grundlage nimmt man dabei beispielsweise einen Liter Heizöl. Diese Menge entspricht dem Heizwert von einem Kubikmeter Erdgas und 1,5 Litern Flüssig- oder Propangas. Um mit Holzpellets einen entsprechenden Heizwert zu erhalten werden 2 Kilogramm dieses Brennstoffes benötigt. Die gleiche Menge ist auch bei Briketts zu veranschlagen. Bei Brennholz müsste man rund 2,5 Kilogramm Holz mit einer Restfeuchte von 15 bis 20 Prozent einsetzen, um den gleichen Heizwert wie bei einem Liter Heizöl zu erreichen.

Die Rohstoff- beziehungsweise Brennmaterialpreise variieren natürlich ständig in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage sowie den weltwirtschaftlichen Entwicklungen. Grundsätzlich sind aber einige Trends und Richtungen erkennbar, an denen man sich orientieren kann. So ist Heizöl und Flüssiggas sicherlich am Teuersten, gemessen pro Kilowattstunde (kWh). Briketts kosten hier schon nur die Hälfte. Holzpellets schlagen beim Heizen dagegen mit etwa einem Drittel der Kosten von Heizöl oder Flüssiggas zu Buche. Fertig gehacktes Brennholz liegt preislich nur sehr knapp unter den Pellets. Für selbst geworbenes Brennholz muss man dagegen nur knapp die Hälfte der Pelletpreise veranschlagen. Die entspricht rund einem Sechstel der Preise für Öl oder Gas.