Betriebskosten sparen - so geht´s

05.05.2017 11:54 | Schornstein-News

Ein erster wichtiger Punkt ist, dass die ausgewählte Nennwärmeleistung des Gerätes, angegeben in Kilowatt (kW), zum Heizvolumen und zur Größe und der Dämmung der Räume passt. Mit 10 kW kann man problemlos auch ein Haus beheizen, welches nicht nach der Niedrigenergie- oder Passivhausnorm gebaut wurde. Für die Nutzung im Teilbetrieb mit schönen Kaminabenden ist ein solcher Kamin daher natürlich absolut überdimensioniert. Kamine mit einer Nennwärmeleistung von etwa 3 kW erfüllen diesen Zweck hervorragend, ab 6 kW kann man ein gut geplantes und gedämmtes Haus vollständig beheizen. Es ist sinnvoll, sich diesbezüglich von einem Fachmann beraten zu lassen.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist der sogenannte Wirkungsgrad eines Kaminofens. Dieser gibt an, zu wie viel Prozent die eingesetzte Energie tatsächlich für Heizzwecke zur Verfügung steht. Je höher der Wirkungsgrad, desto effizienter arbeitet der Kamin.

Auch beim Brennmaterial gibt es zusätzliche Möglichkeiten, zu sparen. Es gibt Öfen, die zum Beispiel mit unterschiedlichen Festbrennstoffen betrieben werden können, sodass man sich beim Kauf des Brennstoffes den aktuell günstigsten aussuchen kann. Bei Holzpellets gibt es eine DIN Norm, wodurch ebenfalls effizienter geheizt werden kann. Gutes Brennholz ist teuer, doch ist billiges Holz, welches zudem noch nicht richtig durchgetrocknet ist, oftmals keine gute Alternative. Auch hier geht viel Heizwert verloren. Es ist daher ein Rechenexempel, ob man lieber gut durchgetrocknetes, teures Holz kauft, oder günstiges, noch feuchtes Holz, von dem dann größere Mengen für die gleiche Heizleistung benötigt werden.

Genauso wie man auch bei jeder anderen Heizungsart sinnvoll mit der Wärme umgehen sollte, gilt dies auch für den Kaminofen. Durch die Menge an Brennmaterial und Einstellungen am Ofen, kann man die entstehende Wärme recht gut dosieren. Es nützt nichts, den Ofen ständig mit der Höchstleistung zu betreiben, wenn man dann jede halbe Stunde die Balkontür öffnen muss, damit kühle Luft herein kommt. Auch das Fenster sollte natürlich beim Betrieb des Kamins nicht dauerhaft auf Kipp stehen. Eine kurze Stoßlüftung bei weit geöffneten Fenstern ist da wesentlich sinnvoller.